Aus zwei wird eine: Die Pfadi Sursee entsteht neu
tm 29.07.2026
Die Buben Pfadi und die Hedis Sursee legen ihre Abteilungen zusammen – und verstehen das ausdrücklich als Neugründung. Elias und Ariane erzählen, wie es dazu kam und was das Neue bedeutet.
Könnt ihr kurz erzählen, wie es in euren Abteilungen im Moment aussieht?
Elias: Wir haben drei Altersgruppen. Bei den Bibern (5–6 Jahre) sind Mädchen und Jungen zusammen, etwa 15 Kinder. Bei den Wölfli (7–11 Jahre) sind es 15–20 Kinder und bei den Pfadis (11–15 Jahre) nochmals 15–20. Im Leitungsteam sind wir insgesamt etwa 20 Personen.
Ariane: Bei uns ist die Wölflistufe ähnlich gross. Die Pfadistufe hat sicher 40 Jugendliche, und wir haben rund 30 Leitungspersonen – wobei nicht alle gleich aktiv sind. Wir haben Fähnlianlässe als Kleingruppenanlässe, Stammanlässe einmal im Monat und Abteilungsanlässe, bei denen alle dabei sind. Vor einigen Jahren haben wir begonnen, mehr Anlässe gemeinsam mit der BuPfa durchzuführen – auch das Wölflilager machen wir schon länger zusammen.
Nun wollt ihr die Abteilungen zusammenlegen. Wie kam es dazu?
Ariane: Bereits seit vier, fünf Jahren wird abteilungsübergreifend über eine Fusion geredet. Wir haben immer mehr gemeinsam durchgeführt – Anlässe, das Wölflilager – und vor einem Jahr haben wir dann eine Arbeitsgruppe gegründet, um den Schritt aktiv anzugehen.
Elias: Es hat einfach Sinn gemacht – für die Kinder. Es hat einfach Sinn gemacht – für die Kinder. Die Biber sind aktuell getrennt, und auch bei den Wölfli wurden in den letzten Lagern immer mehr Aktivitäten und Lager gemeinsam durchgeführt. Gleichzeitig werden die Kinder in der Pfadistufe wieder getrennt, obwohl sie bereits über mehrere Jahre zusammengewachsen sind.. Oft sind es auch Geschwister: eine bei den Hedis, einer bei den BuPfas. Die Leitungsteams kennen sich gut und machen schon vieles zusammen.
Ariane: Hinzu kommt, dass wir Hedis vor 4 Jahren beschlossen haben, uns für alle Geschlechter zu öffnen. Inzwischen haben wir bereits ein paar Jungs und auch Leiter in der Abteilung. Uns nun als nächster Schritt mit der BuPfa zusammenzutun, ist für uns der einzig logische Schritt.
Irgendwann haben wir festgestellt, dass es für uns stimmiger ist, von einer Neugründung als einer Fusion zu sprechen
Was habt ihr dafür bereits alles getan?
Ariane: Letztes Jahr haben wir ein Team von sechs Personen aufgestellt –je drei Leitungspersonen pro Abteilung. Das war super, aber ich hatte nicht damit gerechnet, wie aufwändig es wird. Es gibt vieles zu besprechen.
Elias: Als es konkret wurde, kamen viele administrative Fragen. Wie gründet man einen neuen Verein? Wie funktioniert das mit den Finanzen? Für die Kinder wird sich neben der Tatsache, dass sich der Verein vergrössert, nicht vieles ändern. Einerseits da sich unser Programm sowieso nicht gross unterscheidet, und andererseits weil wir ja bereits seit längerer Zeit gemeinsame Aktivitäten durchführen. Dinge wie strukturelle Hintergründe, Verantwortungen oder Vorgehensweisen jedoch, müssen auf jeden Fall geklärt werden.
Ariane Irgendwann haben wir festgestellt, dass es für uns stimmiger ist, von einer Neugründung als einer Fusion zu sprechen. Denn wir möchten gerne gemeinsam Neues schaffen.
Wie geht ihr mit Stimmen um, die das Alte bewahren möchten?
Elias: Es ist verständlich, dass man ein bisschen melancholisch zurückschaut. Aber «alles bleibt, wie es war» – das gibt es ja nie. Ausserdem haben wir ja nicht vor, wieder von Null anzufangen. Viele Traditionen werden wir sowieso unbewusst beibehalten, da wir sie abteilungsübergreifend seit Jahren pflegen, beispielsweise das Lagerfeuer.
Ariane: Genau. Und vieles hat sich ja bereits geändert in den vergangenen Jahren. Einerseits durch die vermehrte Zusammenarbeit zwischen uns Hedis und der BuPfa, und andererseits durch den natürlichen Veränderungsprozess, dem jede noch so kleine "Gesellschaft" konstant ausgesetzt ist.
Wir suchen da nach den einfachsten Lösungen.
Was sind die nächsten Schritte?
Ariane Der 17. Oktober 2026 wird unser offizieller Gründungstag. Ab dann sind wir ein gemeinsamer Verein, die Pfadi Sursee. Ein Logo wird wohl noch nicht fertig sein, die Website ist gerade in Bearbeitung. Und natürlich steht noch ein gemeinsamer Jahresplanungshöck an.
Elias: Bei den administrativen Prozessen sind wir noch dran. Wir sind in Kontakt mit dem Kantonalverband und klären mit ihnen die nötigen Schritte.
Ariane: Wir suchen da nach den einfachsten Lösungen. Das Fusionsteam wird ab der Neugründung noch mindestens ein Jahr bestehen bleiben.
Wird die Neugründung gefeiert?
Elias: Den 17. Oktober werden wir noch konkret planen. Es wird wahrscheinlich festlich, aber nichts Grosses. Wichtig für uns ist, dass wir das für und mit den Kindern feiern.
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