Pastoralraum Region Sursee

Nach der Eröffnung des Pastoralraums Region Sursee stehen nun die Wahlen des Vorstandes und des Präsidiums des Kirchgemeindeverbandes Region Sursee an. Die Wahlen erfolgen am Donnerstag, 13. Februar, um 20.00 Uhr an der ersten öffentlichen Versammlung des Kirchgemeindeverbandes im Pfarreiheim an der Dägersteinstrasse in Sursee.

Mit der Eröffnung des Pastoralraums Region Sursee wurde von den Kirchgemeinden Geuensee, Knutwil-St.Erhard, Nottwil, Oberkirch und Sursee mit Schenkon und Mauensee dem Statut und damit der Gründung des Kirchgemeindeverbandes Region Sursee zugestimmt. «Der Verband bildet die rechtliche Grundlage für die Wahrnehmung der gemeinsamen Aufgaben im Pastoralraum», erinnert Toni Gubitosa, Präsident der Kirchgemeinde Oberkirch. Er präsidiert die «Arbeitsgruppe Zusammenarbeit Kirchgemeinden Pastoralraum Region Sursee» und ist überzeugt: «Mit der Besetzung des Vorstandes und des Präsidiums, sowie der Genehmigung der nötigen Mittel wird im Pastoralraum die Seelsorge als gemeinsame Aufgabe sichergestellt.»

 

Wahlen - wichtige Grundlage für Pastoralraum

Die anstehende Kirchenratsversammlung ist gemäss Statut des Kirchgemeindeverbandes das oberste Organ des Verbundes. Die Versammlung setzt sich aus allen Mitgliedern der fünf Kirchenräte der Verbandsgemeinden zusammen. Die 100 Stimmen der einzelnen Kirchgemeinden sind gemäss eines Verteilschlüssels festgelegt. Die Versammlung ist, mit Ausnahme bei Abstimmungen innerhalb der Verbandskirchgemeinden, öffentlich. Ihr obliegt auch der Entscheid über die Mittel zur Finanzierung. «Dank guten personellen Besetzungen ist der Pastoralraum auf gutem Weg», ist Toni Gubitosa überzeugt. Die anstehenden Wahlen des Vorstandes des Kirchgemeindeverbandes bieten aus seiner Sicht die wichtige rechtliche Grundlage des Pastoralraums.

 

Auch Nichtkirchenräte können sich zur Wahl stellen

Toni Gubitosa wird die erste Kirchenratsversammlung leiten. Er weist darauf hin, dass die Kirchgemeinden aus ihren Reihen Kandidatinnen und Kandidaten vorschlagen, dennoch sei es möglich, wie publiziert: «Gemäss Statuten des Kirchgemeindeverbandes Region Sursee können auch Personen in den Vorstand des Kirchgemeindeverbandes Region Sursee gewählt werden, die nicht Mitglieder eines Kirchenrates der Kirchgemeinden sind.» Toni Gubitosa hat in seinen Funktionen wichtige und wegweisende Vorarbeit geleistet, dennoch wird er nicht für ein Amt kandidieren. Er gibt sich aber überzeugt: «Obwohl die Pfarreien ihre Eigenständigkeit beibehalten, wird künftig eine Harmonisierung wichtig sein.» Und er gibt sich zuversichtlich: «Der Kirchgemeindeverband hat eine grosse Chance, seine Aufgaben zur Zufriedenheit und zum Wohl der Menschen wahrzunehmen.»/wm 

 

Regionale Kirchenratsversammlung des kath. Kirchgemeindeverbands Region Sursee am Donnerstag, 13. Februar 2020, 20.00 Uhr im Pfarreiheim, Dägersteinstrasse Sursee.

 

Wahl des Vorstands Kirchgemeindeverband Region Sursee Das Statut Kirchgemeindeverband Region Sursee regelt in Artikel 10 Punkt 4, dass auch Personen in den Vorstand des Kirchgemeindeverbandes Region Sursee gewählt werden können, die nicht Mitglieder der regionalen Kirchenratsversammlung sind. Berechtigt sind alle röm. kath. Einwohnerinnen und Einwohner im Kirchgemeindegebiet des Kirchgemeindeverbandes Region Sursee, Kirchgemeinden Geuensee, Knutwil-St.Erhard, Nottwil, Oberkirch, Sursee) ab dem 18. Altersjahr. Dabei gilt es zu berücksichtigen, dass der politische Wohnsitz 5 Tage vor der regionalen Kirchenratsversammlung geregelt sein muss. Vorschläge können schriftlich bis am 3. Februar 2020 beim Vorsteher der Arbeitsgruppe Zusammenarbeit Kirchgemeinden Pastoralraum Region Sursee eingereicht werden:    Toni Gubitosa, Bahnstrasse 10, 6208 Oberkirch.

 

Wie ein Baum am Wasser gepflanzt

Lebendig, farbig und tiefsinnig präsentiert sich das Logo der fünf Pfarreien Nottwil, Oberkirch, Sursee, Knutwil und Geuensee für den zukünftigen Pastoralraum Region Sursee. Ersinnt und entworfen hat es Schosi Stadelmann, freischaffender Maler und pensionierter Katechet. 

Unterwegs mit Gottes Licht

Im September wurden die neuen Bezugspersonen in einfachen und festlichen Gottesdiensten mit ihrer neuen Aufgabe beauftragt: Thomas Glur in der Pfarrei Nottwil, Andreas Baumeister in der Pfarrei Geuensee und Daniela Müller in der Pfarrei Oberkirch. Das Sooregosler-Männerchörli sang an der Oberchöucher Chilbi das afrikanische Lied „Siyahamba“ und brachte damit die Bedeutung der Zusammenarbeit im Pastoralraum sehr schön zum Ausdruck: gemeinsam unterwegs im Licht Gottes. Im Begrüssungsgottesdienst in Geuensee sang der Kirchenchor den franziskanischen Gruss „pace e bene“ und gab damit dem Pastoralraum ein Segenslied mit auf den Weg.  

Entstehung des Logo

Vor einem Jahr im September 2018 versammelten sich alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Pfarreisaal Oberkirch zum ersten Workshop. Es gab viele Informationen, erste Aufgaben und Schosi Stadelmann wurde beauftragt, das Logo für den zukünftigen Pastoralraum zu schaffen. Alle Anwesenden äusserten damals spontan Begriffe, welche ihnen für den Pastoralraum wichtig und für die Gestaltung des Logos hilfreich schienen. „Diese Versammlung hat mich sehr berührt und es beeindruckte mich, wie gemeinsam diskutiert wurde“, äussert sich Schosi Stadelmann rückblickend. „Mit gegenseitigem Respekt und Wertschätzung wurden Voten ausgetauscht und in friedlicher Stimmung wurde sehr achtsam zugehört. Noch auf der Heimfahrt kam mir damals spontan das Bild des Propheten Jeremia in den Sinn: ein Baum am Wasser gepflanzt!“

Lebendig und authentisch

Das Bild des Propheten war Ausgangspunkt für die ersten Entwürfe – eine Baumkrone und in den Ästen fünf Gesichter verborgen, welche die fünf Pfarreien symbolisierten. Das Bild änderte sich dann laufend von Entwurf zu Entwurf und im Fokus stand immer mehr die Verästelung des Baumes, welche wie Menschen in Bewegung und miteinander verbunden sind. Gross und Klein in lebendiger Bewegung. Das neue Logo war geboren!

Verbunden in eigener Farbe

In Zusammenarbeit mit seinem Bruder Hebi Stadelmann, typografischer Gestalter, erarbeitete Schosi Stadelmann die Schlussfassung des Logos. Dieses wurde von der Projektgruppe und der AG Zusammenarbeit der Kirchgemeinden im August definitiv und mit Freude aufgenommen und genehmigt.

Das Logo symbolisiert die 5 Pfarreien in ihrer eigenen Farbe, in ihrer authentischer Art und Weise. Die Farbverteilung ist „zufällig“, vom Schöpfergeist zugefallen: weinrot für Nottwil, violett für Oberkirch, gelb für Sursee, blau für Geuensee und grün für Knutwil. Es zeigt Menschen gross und klein in Bewegung, miteinander verbunden. Die fünf Pfarreien zum Teil noch in Annäherung, im Zusammenwachsen auf dem Weg auch bis ganz an den Rand und über Grenzen hinaus. Und logisch gehört zum Logo unscheinbar und doch grundlegend immer das Bild vom Baum am Wasser gepflanzt.

Bezugspersonen für die Pfarreien

Die katholischen Kirchgemeinden im zukünftigen Pastoralraum Region Sursee konnten die vakanten Stellen besetzen. Jede Pfarrei hat auch in Zukunft eine Bezugsperson vor Ort. Das ermöglicht Kontinuität und die Seelsorge vor Ort wird damit gestärkt. Die fünf Pfarreien Sursee, Knutwil/St. Erhard, Geuensee, Oberkirch und Nottwil arbeiten ab Dezember 2019 enger zusammen im Rahmen des Pastoralraums Region Sursee.

Treffen im Klostergarten Sursee (vlnr.): Claudio Tomassini, Sursee; Thomas Glur, Nottwil; Thomas Plappalli Knutwil; Daniela Müller, Oberkich; Andreas Baumeister, Geuensee und Josef Mahnig Sursee.