Berichte aus dem Pfarreialltag

Töne einer anderen Kultur

Töne einer anderen Kultur

18.02.2018

«Kaum sind die Posaunen und Pauken der Fasnacht verklungen, hören wir heute etwas andere Töne, Töne einer anderen Kultur. Lassen wir uns darauf ein», mit diesen Worten begrüsste Pfarreileiter Claudio Tomassini am vergangenen Wochenende die Besucherinnen und Besucher des Gottesdienstes in Sursee. Denn im Gottesdienst spielte eine Gruppe senegalesische Musik. An diesem Wochenende wurde in den Gottesdiensten in Schenkon und Sursee die Fastenopferprojekte vorgestellt. Gäste waren Elena Fischer, Triengen, sie war schon verschiedentlich in einem Sozialeinsatz in Senegal, Cheikh Gaye, aufgewachsen in Senegal und Vreni Jean-Richard, Projektverantwortliche vom Fastenopfer./wm 

Mit grosser Liebe ihre Aufgabe wahrgenommen

Mit grosser Liebe ihre Aufgabe wahrgenommen

18.02.2018

«Viele Jahre, pflichtbewusst und mit grosser Liebe hast du diesen Dienst wahrgenommen.» Mit diesen Worten verabschiedete am vergangenen Sonntag Claudio Tomassini Frieda Marti als Sakristanin. Still und leise und doch blühend und leuchtend, wie die Blumen in der Kapelle, die sie besorgte, habe sie diese Aufgabe wahrgenommen. Als Dank überreichte ihr Claudio Tomassini im Gottesdienst eine Osterkerze. Anschliessend lud der Kirchenrat die Besucherinnen und Besucher des Gottesdienstes zu einem Apéro ein./wm

Glaubenskurs

Glaubenskurs "Bibel verstehen" in der Pfarrei Sursee

15.02.2018

Von Oktober 2018 bis Juni 2019 wird in Sursee vom theologisch-pastoralen Bildungsinstitut (Zürich) der Glaubenskurs «Bibel verstehen» angeboten. Im Kurs lernen Sie die Geschichte Israels kennen und werden vertraut mit der Vielfalt der biblischen Texte und der jüdisch-christlichen Glaubenstradition. Ziel ist dabei auch, die Bibel als persönliche Lebenshilfe zu entdecken und biblische Texte eigenständig und sachgerecht für die heutige Zeit aktualisieren zu lernen.

Nähere Informationen über Ziele, Kursinhalte und -kosten finden Sie unter: https://www.tbi-zh.ch/bibel-verstehen/

Als KursleiterInnen sind ausgebildete Theologinnen und Theologen engagiert, die mit Fragen und Problemen heutiger Menschen vertraut sind und sich in den Methoden der Erwachsenenbildung auskennen.

Pro Trimester sind acht Abende (Montag) und einen Samstag-Morgen vorgesehen. Die genauen Daten und Zeiten werden noch bekanntgegeben. Es sind keine theologischen Kenntnisse vorausgesetzt.

Bei Fragen melden Sie sich bei: Pfarreisekretariat 041 926 80 60 / sekretariat@pfarrei-sursee.ch oder direkt giuseppe.corbino@pfarrei-sursee.ch / 079 695 37 56.

Sehen und Handeln

Sehen und Handeln

15.02.2018

Am kommenden Wochenende werden in den Gottesdiensten in der Pfarrei die Fastenopferprojekte vorgestellt. Mit Wort und Musik wird zwischen «unserer Welt» und den Menschen in Afrika, Senegal, eine Brücke gebaut. Vor allem in Senegal herrscht grosse Dürre und die Hungersnot bedroht das Leben. Menschen aus Senegal werden in den Gottesdiensten persönlich vom Alltag und Leben, von ihren Freuden und den Nöten berichten. Im Familiengottesdienst in der Pfarrkirche Sursee, 10:30 Uhr, sind herzlich Kinder, Jugendlichen und Familien eingeladen. Pfarreileiter Claudio Tomassini meint zum Fastenopfer-Pfarreiprojekt: «Wir wollen dieses Jahr nachhaltige Projekte unterstützen wie die Förderung von lokalem Saatgut, Beiträge für Solidaritätskassen für gemeinsam bewirtschaftetes Land. Wir wollen gemeinsam - Sehen und Handeln - dass alle genug zum Leben haben.»/wm

Wenn Waputi eine Blume pflückte, sprach er mit der Blume

Wenn Waputi eine Blume pflückte, sprach er mit der Blume

11.02.2018

Der «Wöude wöude Weschte» war auch am Sonntag in der Narrenmesse spürbar. Das Geläut der Trabanten verriet, heute sind auch die Heinifamilie und die Zunft Heini von Uri mit dabei. «Wir, der Heinivater, die Heinimamma Sandra, die Kinder Lea und William und die Mitglieder der Zunft Heini von Uri freuen uns sehr, mit euch die Narrenmesse zu feiern», mit diesen Worten begrüsste Marco Leuenberger die Besucherinnen und Besucher des Gottesdienstes. Im Zentrum der Narrenmesse stand die Geschichte eines kleinen Indianers. «Immer wenn der kleine Indianer Waputi eine Blume pflückte, sprach er mit ihr.» So begann die Erzählerin Lea mit der Geschichte. Dann plötzlich rochen die Blumen ganz fein nach Vanille. Waputi (William) wurde darüber sehr glücklich und er begann alte Lieder, die er von seiner Grossmutter kannte zu singen./wm

Chelemüüs «goes to Dallas»

Chelemüüs «goes to Dallas»

08.02.2018

Welch eine Überraschung, plötzlich standen die Darstellerinnen und Darsteller aus der bekannten Fernsehserie Dallas mitten unter den Gästen im Restaurant Mühle. Und die Folge 1, Dallas, made in Sursee der Chelemüüs, Mitglieder des Kirchenchores, begeisterte und einige der nicht Anwesenden, wie Vertreter der Weltpolitik oder auch die Mitglieder des Stadtrates wurden kritisch aufs Korn genommen. Für ihren Auftritt ernteten die Chelemüüs grossen Applaus. Persönlichen Applaus gab es auch vom anwesenden Heinvater Marco Leuenberger und von der Heinimamme Sandra. Übrigens, Dallas made in Sursee scheint durchaus das Potenzial für eine erfolgreiche Fernsehserie zu haben./wm

Dallas, made in Sursee...

Der wilde wilde Westen,
fängt gleich hinter Dallas an.
In diesem kleinen Sursee-Städtli,
gleich bei der Autobahn.

Hier hört man alles von der Sorenstadt,
da sagt man, was man kann,
die Cowboys  von der Dallas-Farm.

Und zu Heinivater meinten d' Chelemüüs

Old Timer liebt är öber alles,
als Jäger immer onderwägs. 
Är esch kei Frönd vo stinknormalem,
esch emmer z’haa för gueti Gägs.

De Marco esch en Narrenläufer,
das brucht e Hufe Intelligänz.
Met träfe Spröch suechsch du en Träffer,
jetzt ghörsch au du zor Prominänz.

Macho Marco du läbsch gförlech,
Macho Marco heb blos acht.
Du besch ned emmer
im Wald ond uf de Jagd.

Generalversammlung Kirchenchor Sursee

Generalversammlung Kirchenchor Sursee

03.02.2018

Mit einem grossen Dank an den Chorleiter Peter Meyer, den Vorstand und an die Mitglieder schloss die Präsidentin Isabelle Deplazes an der Generalversammlung ihren Bericht zu einem spannenden und vielseitigen Vereinsjahr 2017. Peter Meyer wies darauf hin, dass auch im neuen Jahr 2018 die Schwerpunkte auf Jahresprojekten liegt und meinte dazu: «An Ostern werden wir im Festgottesdienst in der Pfarrkirche, gemeinsam mit dem Orchester Sursee-Sempach, die anspruchsvolle und zum Festtag passende Messe in C von Ludwig van Beethoven aufführen.»/wm

Heinivater wurde mit Applaus empfangen.

Heinivater wurde mit Applaus empfangen.

30.01.2018

Am Dienstag waren die Pensionierten von der katholischen Pfarrei, der reformierten Kirchgemeinde und von der Zunft Heini von Uri zum Fasnachtsball geladen. Der Heinivater und seine Familie wurde mit Winken und Applaus empfangen. Kaum hatte der Heinivater die Besucherinnen und Besucher des Balls begrüsst, da spielte das "Duo Alpenflitzer" auf und der er wurde zum Tanze gebeten. Der Heinivater war auch ein willkommener Gesprächspartner./wm

 

Kandidatinnen und Kandidaten stellten sich kritischen Fragen

Kandidatinnen und Kandidaten stellten sich kritischen Fragen

29.01.2018

Am Montag luden die Wahlvorbereitungsgruppe und die Redaktion des Pfarreiblattes zum Podiumsgespräch ein. Im Refektorium des Klosters Sursee stellten sich die bisherigen und neuen Kandidatinnen und Kandidaten des Kirchenrates: Anton Kaufmann, Carlo Piani, Regina Käppeli, Adrian Mehr (bisher) sowie Inge Venetz und Jörg Wallimann (neu) den kritischen Fragen des Pfarreiblattteams. Die spannenden Gespräche boten den Anwesenden eine gute Gelegenheit die Kandidatinnen und Kandidaten kennen zu lernen und etwas über die Zukunftspläne des Rates zu erfahren. Die Wahlen für den Kirchenrat finden am 15. April 2018 statt. Falls bis zum 26. Februar nicht weitere Kandidierende vorgeschlagen werden, ergibt sich eine stille Wahl. Der Pfarreileiter ist von Amtes wegen Mitglied des Kirchenrates./wm

Foto: Carlo Piani, Jörg Wallimann, Inge Venetz im Gespräch mit Hanspeter Bisig, Anton Kaufmann, Adrian Mehr, Regina Käppeli

 

 

Danke für die Gastfreundschaft

Danke für die Gastfreundschaft

29.01.2018

 Vier Tage arbeiteten tibetanische Mönche in der Klosterkirche Sursee an einem Sandmandala. Am Sonntag wurde das farbige Werk aufgelöst und der Sand in der Suhre der Natur zurückgegeben. «Es war für uns eine grosse Ehre in diesem sehr schönen und spirituellen Raum der Klosterkirche diese Aufgabe auszuführen.» Mit diesen Worten bedankte sich Tashi Tsering bei der Pfarrei und der Kirchgemeinde Sursee nach der Vollendung des Sandmandalas./wm 

Kirchliche Wahlen in Sursee

Kirchliche Wahlen in Sursee

28.01.2018

Die Vorbereitungskommission und die Redaktion des Pfarreiblattes laden ein zu einem öffentlichen Gesprächs- und Präsentationsabend ins Refektorium des Klosters: Montag, 29. Januar 2018, 19.30 Uhr /wm

«Ein kleiner Stups durch Gotteshand»

«Ein kleiner Stups durch Gotteshand»

27.01.2018

In der Gebetswoche für die Einheit der Christen tauschen Predigerinnen und Prediger der Reformierten Kirchgemeinde oder der Katholischen Pfarreien die Kanzel. Pfarrer Ulrich Walther erinnere in seinen Predigtworten: «Mit einem kleinen Stups durch Gotteshand sind wir Menschen als Schwester und Bruder geschaffen worden.» Die Gottesdienste wurden durch die reformierten und katholischen Kirchenchöre, unter der Leitung von Katrin Lüthi und Peter Meyer mitgestaltet./wm

Tibetische Mönche zu Besuch in Sursee

Tibetische Mönche zu Besuch in Sursee

25.01.2018

Besinnlich, meditativ und eindrücklich was diese Mönche mit Geschick und Überzeugung leisten, es ist schön und einmalig da Zusehen. Während die Mönche in der Klosterkirche das Sandmandala streuen sind Besucherinnen und Besucher herzlich eingeladen.

Freitag:              26.Januar,  13.00 bis 18.00 Uhr
Samstag:           27. Januar, 13.00 bis 18.00 Uhr
Sonntag:            28. Januar, 13.00 bis 16.00 Uhr. Am Sonntag wird um 15:00 Uhr das Sandmandala aufgelöst.

Bei den Besuchen besteht auch die Möglichkeit, Produkte, die von den Mönchen im Kloster hergestellt werden, zu kaufen oder für das Kloster zu spenden./wm


Eindrücklicher und fröhlicher Gottesdienst

Eindrücklicher und fröhlicher Gottesdienst

21.01.2018

Am Sonntag waren die Tauffamilien und die Kinder der zweiten Klasse zum Familiengottesdienst eingeladen und die Pfarrkirche war bis zum letzten Platz besetzt. Gemeinsam feierten Kinder, Eltern, Grosseltern, Patinnen, Paten und Gäste einen eindrücklichen und fröhlichen «Vaterunser-Gottesdienst». Denn im Zentrum stand das Vaterunser. Die MartinSingers und ein Ensemble der Musikschule Region Sursee gestalteten den Gottesdienst mit. Anschliessend durften die Eltern der Taufkinder das Taufsymbol, das seit der Taufe das Taufbild in der Kirche schmückte, mit nach Hause nehmen./wm

Jump in die Pensionierung

Jump in die Pensionierung

21.01.2018

Am Samstag waren Frauen und Männer, die den Schritt in die Pensionierung bereits zurückgelegt oder unmittelbar vor sich haben, zum «Jump in die Pensionierung» eingeladen. Dieser besondere Anlass im Kloster bot nach der Begrüssung im Weinkeller, in verschiedenen Ateliers die Gelegenheit, zurückzuschauen, Danke zu sagen und einen symbolischen Sprung auf einem Trampolin in die Zukunft zu wagen. Zum Abschluss waren die Gäste zu einer Segensfeier in die Klosterkirche eingeladen. Besonders geschätzt wurde auch der Austausch beim gemeinsamen Nachtessen./wm

Film «Für eine Kirche mit* den Frauen», beeindruckte

Film «Für eine Kirche mit* den Frauen», beeindruckte

17.01.2018

Am Mittwoch zeigte die Erwachsenenbildung der Pfarrei Sursee im Stadttheater den Film «Habemus feminas!». Das Interesse und der Applaus zeigten es, dem Jungregisseur Silvan M. Hohl ist mit diesem Film ein eindrückliches Werk gelungen. Er meinte im Anschluss: «Die Geschichte der Pilgergruppe bot ein spannendes Drehbuch, das von Beginn weg interessierte.» Das Filmteam habe aber schnell gemerkt: «In dieser Gruppe, da wird Kirche gelebt, ganz anders als bei der Ankunft im Kirchenstaat Rom, denn hier wird nach wie vor verwaltet, behütet und bewahrt.» Anwesend waren auch die beiden Pilgerinnen Mariette Mumenthaler, La Chaux-de-Fonds, und Claire Renggli-Enderle, St. Gallen. Die engagierte Claire Renggli-Enderle gab sich beim Apéro überzeugt: «Wir kämpfen weiter, für uns ist dieses Projekt noch lange nicht abgeschlossen.»/wm

Foto:  Mariette Mumenthaler und Claire Renggli-Enderle in Diskussion mit Maria Graf.

Bald neue Räume, auch für Kinder- und Jugendverbände

Bald neue Räume, auch für Kinder- und Jugendverbände

17.01.2018

Baubewilligung für das Pfarreizentrum ist rechtskräftig: Nachdem beim Bundesgericht keine Beschwerde gegen das Urteil des Kantonsgerichts vom 10. November 2017 eingereicht worden ist, liegt die definitive Baubewilligung für das Pfarreizentrum vor. Nun können die Verträge zwischen der Kirchgemeinde, der Stadt Sursee und dem Investor definitiv bereinigt und abgeschlossen werden. In den kommenden Wochen werden zudem die Verhandlungen mit dem Totalunternehmer für den Werkvertrag wieder aufgenommen. Einigermassen zeitlich konkrete Angaben über den Verlauf des Neubaus sind erst möglich, wenn der Investor seine Bauarbeiten an der Einstellhalle begonnen hat./ak

Frauenliturgiegruppe lud zum Gottesdienst

Frauenliturgiegruppe lud zum Gottesdienst

14.01.2018

Vergangenes Wochenende lud die Frauenliturgiegruppe des Frauenbundes Sursee und Umgebung zum Sofo-Gottesdienst ein. Der Gottesdienst zum Thema Grenzerfahrung stand im Zeichen des «Solidaritätsfonds für Mutter und Kind». Der Fonds des Frauenbunds leistet Hilfe für in Not geratene Menschen. Am Sonntag erinnerten Lis Imfeld-Koch und Irène Studer an die Menschen, die bei Grenzerfahrungen, wie Krankheit, Altersbeschwerden oder in einer finanziellen Notlage Unterstützung benötigen./wm

 

«Januar-Loch» beim Pfarrhaus

«Januar-Loch» beim Pfarrhaus

13.01.2018


Wir wünschen Ihnen ein gutes neues Jahr und Gottes Segen!
Seelsorgeteam Pfarrei St. Georg

Initiative «Für eine Kirche mit* den Frauen» fördert den Dialog

Initiative «Für eine Kirche mit* den Frauen» fördert den Dialog

11.01.2018

Die Erwachsenenbildung der Pfarrei Sursee zeigt am Mittwoch, 17. Januar 2018, im Stadttheater Sursee den Film «Habemus feminas!» von Jungregisseur Silvan M. Hohl. Im Anschluss daran werden in einem Kurzpodium, unter der Moderation durch Regina Käppeli, Silvan M. Hohl und Maria Graf, Synodalrätin, von ihren Erfahrungen auf der Pilgerreise nach Rom berichten. Regina Käppeli, Kirchenrätin und engagierte Frau in Pfarrei und Kirchgemeinde Sursee äussert in der Surseerwoche zur Initiative «Kirche mit*» und zum Film.

«Habemus feminas!» ist ein Film über Frauen und Männer, die sich für mehr Gleichberechtigung in der katholischen Kirche auf den Weg machen. Was bedeutet Ihnen dieser Film?

Der Film ist ein Glücksfall, weil er es viel einfacher macht, am Anliegen der gleichberechtigten Mitbestimmung in der Katholischen Kirche dranzubleiben. Er ist sehr sorgfältig gemacht und zeigt das Projekt der Pilgerreise «Für eine Kirche mit* den Frauen» von aussen. So ist es uns möglich, 18 Monate nach dem Abschluss der Pilgerreise in Rom das Thema hier in Sursee interessant wieder Aufzunehmen und wachzuhalten.

Die Geschichte des Films handelt von Frauen und Männern, die 2016 von St. Gallen nach Rom pilgerten. Waren sie auch mit dabei oder mitengagiert?

Ich war im Februar 2015 im Kloster Fahr an einem Impulsweekend ü30, das von Hildegard Aepli, der Initiantin des Projekts, zu einem anderen Thema geleitet wurde. Da habe ich erstmals von der Pilgeridee gehört. Selber war ich am 2. Mai in St. Gallen am Pilgersegen und dann am 2. Juli beim letzten Pilgertag durch Rom und beim Gottesdienst im Petersdom.  

Was hat diese Aktion bei Ihnen persönlich ausgelöst und welche Rückschlüsse ziehen Sie für sich?

Die Initiative von «Kirche mit*» gefällt mir, weil sie auf dem Dialog und dem Miteinander von Frauen und Männern aufbaut. Man kann fast nicht gegen diese Anliegen sein! Seither hat im Kloster Fahr als Folgeveranstaltung ein Wochenende Singen für eine «geschwisterliche Kirche»stattgefunden. Da haben wir gemerkt, dass das Thema «geschwisterliche Kirche» nicht nur auf Frauen und Männer, sondern auch auf Laien und Geweihte, Reformierte und Katholiken, Angestellte und Freiwillige und weitere Gruppen ausgedehnt werden kann.

Wie schätzen Sie die Gleichberechtigung von Frau und Mann in der katholischen Kirche generell und in der Pfarrei und der Kirchgemeinde Sursee ein?

In Sursee und im Bistum Basel ist die Gleichberechtigung in den Landeskirchlichen Gremien verwirklicht. Vor allem bei den Freiwilligen sind die Frauen sehr viel besser vertreten! Auch in der Pfarrei sind die Entscheidungen von Frauen und Männern gemeinsam getragen – ich habe mich hier nie benachteiligt gefühlt. Ich weiss aber, dass dies in den Pfarreien sehr von der Person und dem Führungsstil der verantwortlichen Personen abhängt. Und diese sind eben häufig (geweihte) Männer …

Hat sich durch diese Pilgerreise von engagierten Frauen und Männern nach Rom in der katholischen Kirche etwas verändert?

Ja, auf jeden Fall! In vielen Pfarreien und Gremien wurde und wird das Thema aufgenommen. So hat der Synodalrat des Kantons Luzern auf Antrag der Frauenkommission eine zeitlich befristete „Arbeitsgruppe für eine geschwisterliche Kirche“ eingesetzt, die im Februar die Arbeit aufnimmt.  Während der Pilgermonate hat Papst Franziskus den 22. Juli, den Festtag von Maria Magdalena, dem der 12 Apostel gleichgestellt und in der Präfation des Tages einen eigenen Text zugefügt. Im Begleitschreiben weist der Sekretär der Liturgiekongregation darauf hin, dass der «aktuelle kirchliche Kontext» dazu aufrufe, «tiefer über die Würde der Frau» nachzudenken. Ausserdem kündigte der Papst in der gleichen Zeit die Bildung einer Kommission an, welche die Rolle des Diakonats von Frauen in der frühen Kirche untersuchen soll. Sie hat im November die Arbeit aufgenommen. Ob die Pilgerreise von «Kirche mit*» diese Entscheidungen beeinflusst haben, das wissen die Götter!!

Weshalb denken Sie, ist dieser Film besonders sehenswert?

Es ist ein toller Dokumentarfilm! Mit dem Wechsel zwischen Schwarz-weiss- und Farbsequenzen und den Diskussionen der unbeteiligten Filmcrew über diese Initiative in der Katholischen Kirche wird die Aussensicht elegant und unaufgeregt dargestellt. Der Regisseur Silvan Hohl hat in seinem Studium ein Semester ausgesetzt, um den Film fertigzustellen. Er wurde statt der von der Hochschule für die Semesterarbeit geforderten 20 Minuten dann 110 Minuten lang – keine Minute zu lang!

Herzlichen Dank für das Gespräch. Wir wünschen Ihnen wir für das Anliegen viel Erfolg.

Stadttheater Sursee, 17. Januar 2018 19:00 Uhr, Film «Habemus feminas!», Patronat Erwachsenenbildung Pfarrei Sursee, Kath. Landeskirche des Kantons Luzern, Kath. Frauenbund Kanton Luzern